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Wie bringe ich meiner Katze bei, am Kratzbaum zu kratzen?

Zwei Katzen spielen mit Papier

© kozorog / fotolia

Als Katzenbesitzer wird man öfter in die Verzweiflung getrieben. Besonders, wenn man sich für sein Haustier etwas besonders Schönes überlegen will und es diese Geste nicht nur nicht zu schätzen weiß, sondern auch noch mit Ignoranz und Verachtung straft. Doch woran liegt das? Katzen sind stolze Tiere. Man muss um ihre Zuneigung werben und sich ihrer als würdig erweisen. Veränderungen mögen sie gar nicht und am liebsten folgen sie ihren eigenen Regeln. Außerdem sind sie Genusstiere. Wenn sie das Bedürfnis haben, sich zu kratzen, dann wollen sie das an dem Ort tun, der ihnen am besten gefällt. Das kann in vielen Fällen auch einmal das neue Ledersofa oder die frisch gestrichene Tapete sein. Wie also Ihrer Katze einen neuen Kratzbaum präsentieren?

Kratzbaum ist nicht gleich Kratzbaum.

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass nicht jede Katze jeden Katzenkratzbaum ansprechend findet. Es gibt verschiedene Materiale, verschiedene Größen und verschiedene Konstruktionen. Die Möglichkeiten reichen von einem einfachen, rauen Stab, bis hin zu einem mehrstöckigen, natürlich gehaltenen Kratzbaum. Manche Modelle sind mit zusätzlichen Extras ausgestattet, zum Beispiel einem Körbchen, Leitern oder Spielzeug. Andere Modelle sind sehr schlicht gehalten und nehmen dafür weniger Wohnraum weg. Neben den klassischen Kratzbäumen gibt es mittlerweile aber auch sogenannte Kratzmöbel. Unter anderem zum Beispiel ein Kratzbett oder eine Kratzcouch, die den Katzen gleichzeitig als Schlafplatz und als Kratzbaum dienen. Aufgrund der Vielfalt variiert natürlich auch der Preis. Welches Modell für Ihre Katze letztendlich perfekt ist, müssen Sie entscheiden. Dies hängt sowohl von ihrem Temperament und Vorlieben ab, wie von Ihren Interessen, Ihrer Wohnsituation und Ihren Möglichkeiten, der Katze eine Alternative aufzuzeigen. Haben Sie einen großen Garten? Dann reicht womöglich ein kleinerer Baum. Haben Sie eine Hauskatze? Dann sollte er möglicherweise etwas größer ausfallen. Normalerweise kann sich aber jede Katze mit jedem Kratzbaum anfreunden, wenn man ihn ihr richtig präsentiert.

Kniffe, um die Katze an den Katzenkratzbaum zu gewöhnen.

Ein Kratzbaum bietet letzten Endes nur Vorteile für die Katze. Das Schwierige ist, ihr das verständlich zu machen. Dabei kann es manchmal schon reichen, die Katze wiederholt an den Kratzbaum zu setzen. Besonders neugierige Tiere werden das neue Möbelstück genauer unter die Lupe nehmen wollen und zu dem Schluss gelangen, dass sie ihre Energie gut an ihm auslassen können. Auch junge Tiere gewöhnen sich durch diese Taktik schnell an Neues. Oftmals ist das aber, vor allem bei älteren oder eigenwilligeren Tieren, noch nicht genug.
Besonders wichtig ist, dass die Katze jedes Mal, wenn sie an einer anderen Stelle, beispielsweise der Tapete, kratzt, dafür bestraft wird. Am besten eignet sich hierfür der Gebrauch einer kleinen Wasserpistole, mit der sie sie immer besprühen, wenn sie gerade einen Fehler begeht. Dadurch wird sie schnell lernen, dass sie immer für das Kratzen bestraft wird, außer es geschieht am Kratzbaum.
Katzen reagieren besonders stark auf Gerüche. Wenn sie einen besonders ansprechenden Geruch in der Nähe des Kratzbaumes ortet, wird sie diesen in Zukunft mit positiven Gefühlen assoziieren. Dadurch kann sie sich eher auf ihn einlassen.
Ein banal klingender Trick, der aber tatsächlich funktioniert, ist, wenn Sie Ihrem Tier das Kratzen am Kratzbaum vormachen. Tiere imitieren ihre Besitzer. Vielleicht nimmt sie sich ein Beispiel an Ihnen.

Wenn Sie diese Hinweise beachten und Ihrer Katze ein wenig Geduld entgegenbringen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihren neuen Kratzbaum akzeptiert.


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