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Katzenfutter selber machen: So verwöhnt man den Stubentiger.

Gesundes Barf Futter mit vielen Vitaminen

© Lilli / fotolia

Wenn industrielles Hart- oder Nassfutter nicht die gewünschte Auswahl bieten, wenn die Katze die Nahrung schlecht verträgt oder wenn medizinische Gründe für einen Wechsel des Futters sprechen, liegt der Gedanke nahe, Katzenfutter oder Hundefutter selber machen zu wollen.

Das ist prinzipiell eine gute Idee, und es ist mit etwas Übung auch recht einfach. Trotzdem sollte man einige wichtige Dinge beachten, wenn man sich zukünftig selbst für den Vierbeiner an den Herd stellen will.

Katzenfutter selber machen: Am liebsten nach der BARF-Methode.

zum ersten Mal mit dem Gedanken beschäftigt, Katzenfutter selber kochen zu wollen, stößt fast unweigerlich auf den Begriff „BARF“. BARF bedeutet „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Tierärzte empfehlen Futter, das nach diesen Richtlinien hergestellt ist, und Züchter wollen bei Fütterung der artgerechten Nahrung eine Verbesserung der Konstitution der Tiere festgestellt haben. Allerdings sollte man die Umstellung auf ein BARF-gerechtes Futter nur schrittweise durchführen. Mit dem sensiblen Stoffwechsel einer Katze verhält es sich wie bei dem menschlichen Organismus. Wer rohes Fleisch und naturbelassenes Essen nicht gewohnt ist, kann am Anfang Schwierigkeiten bei der Verdauung und der Verwertung der Vitamine und Mineralstoffe haben. Deshalb lohnt es sich, am Anfang behutsam vorzugehen und das Tier nicht zu überfordern.

Wer sich

Unter artgerechtem Futter versteht man eine Ernährung, die sich an den bevorzugten Beutetieren von
Katzen ausrichtet. Wenn Katzen Freigänger sind, besteht ihre Nahrung überwiegend aus Knochen, Muskelfleisch, aus Innereien und Haut, aber auch aus Fett, Blut, Knorpel, Sehnen und Wasser. In diesen Bestandteilen sind nahezu alle Nährstoffe enthalten, die der Vierbeiner benötigt, im fit und aktiv zu bleiben. Fehlt dann noch etwas an Nahrungsbestandteilen, kann man über Nahrungsergänzungsmittel zufüttern. Bei einer abwechslungsreichen Katzennahrung sollte das aber nicht erforderlich sein. Bevor man die Ernährung für den Vierbeiner umstellt, ist auch zu berücksichtigen, ob es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme handelt oder ob eine dauerhafte Änderung angebracht ist. Optimal ist eine abwechslungsreiche Kombination aus selbst gekochtem Futter, aus Dosen- und Trockenfutter, um dem Tier die größtmögliche Auswahl zu bieten.

Von allem etwas: Diese Vitamine benötigen Katzen!

Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen unterscheidet sich bei Katzen etwas von dem menschlichen Bedürfnis. Um gesund zu bleiben, benötigen die Tiere vor allem

Vitamin A
Vitamin C
Vitamin D

Das für den Menschen verträgliche Provitamin A ist für Katzen nicht verwertbar. Sie können es nicht in das nötige Vitamin A umwandeln, weil ihnen das nötige Enzym dazu im Körper fehlt. Trotzdem benötigen sie Vitamin A, damit Augen, Zähne, Haut und Knochen gesund bleiben. Deshalb muss Vitamin A über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei darf es aber nicht zu einer Überversorgung kommen, diese könnte zu Vergiftungserscheinungen führen.

Vitamin C wird von Katzen im Körper selbst gebildet. Zwar handelt es sich nur um kleine Mengen, doch der fehlende Rest wird über die Nahrung zugeführt und im Körper umgewandelt. Damit Zähne und Knochen stabil bleiben, ist Vitamin D erforderlich. Das bilden Katzen genau wie Menschen aus Sonnenlicht, so dass keine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel nötig ist.
Wichtig zu wissen ist, dass sowohl die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K als auch die wasserlöslichen Vitamin B und C nicht in überhöhter Menge gefüttert werden sollten. Zwar müssen die fettlöslichen Vitamine nicht jeden Tag gegeben werden, weil sie in der Leber gespeichert werden. Die wasserlöslichen Vitamine sollten dagegen jeden Tag eingenommen werden, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Wenn man dem Tier aber zu viel Gutes tut und mit Nahrungsergänzungsmitteln zufüttert, kann es zu einem Überangebot im Körper kommen. Das Vitamin speichert sich dann im Körper, im schlimmsten Fall kann es zu Vergiftungen kommen. Insofern sollten Tierbesitzer ergänzende Vitamine nur dann verabreichen, wenn der Tierarzt das empfiehlt. Ein Tipp: wenn Sie temporär nicht zu Hause sind und Sie trotzdem ihre Katze mit Vitaminen versorgen wollen dann ist Futterautomat für Katzen genau das Richtige für Sie.

Mineralstoffe für eine Ausgewogenen Ernährung.

Mineralstoffe müssen in einer Katzennahrung ebenfalls enthalten sein. Sie sind lebenswichtig und sorgen dafür, dass der Vierbeiner bis ins Alter aktiv bleibt. Mineralstoffe benötigt er für starke Zähne und für die Knochen sowie für den gesamten Stoffwechsel. Zu den wichtigsten Mineralstoffen gehören:

Kalzium

Phosphor

Kalium

Natrium

Magnesium

Eisen

Kupfer

Zink

Selen

Kalzium und Phosphor sollten in gleichem Mengenverhältnis gegeben werden, damit es nicht zu Schäden am Skelett kommt, die medizinisch nicht zu behandeln sind.

Eiweiß: Proteine sollten unbedingt enthalten sein!

Gesundes BARF Essen für katzen selber gekocht

© Lilli / fotolia

Wenn man Katzenfutter selbst kochen will, ist auf das optimale Verhältnis von Eiweiß, Kohlehydraten und Fett zu achten. Proteine sind für Katzen noch wichtiger als für den Menschen. Sie sind der elementare Grundbaustein des Lebens und für das Wachstum von allen Zellen und der Muskulatur erforderlich. Proteine setzen sich aus Aminosäuren zusammen. Damit eine Katze gesund bleibt, sind zehn essentielle Aminosäuren erforderlich, die täglich mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Das geschieht am besten über Muskelfleisch. Als Eiweißlieferant ist hohes Fleischanteil für Katzen unverzichtbar. Das Fleisch aus Muskeln, Fisch und Herz ist besonders gut verdaulich, andere Proteine aus Fleisch sind nicht so leicht verwertbar und sollten deshalb nicht zu häufig im Futter gekocht werden. Kohlenhydrate können von Katzen nicht aufgespalten werden, ihrem Organismus fehlt dazu ein bestimmtes Enzym. Die Energiegewinnung erfolgt aber ausschließlich aus Proteinen und Fett, deshalb sind Kohlenhydrate in der Nahrung kaum erforderlich.

Damit das selbst gekochte Futter für die Samtpfote lecker und gesund ist, empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Mischung aus tierischem Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Sie werden ideal um Vitamine, Mineralien und Spurenelemente ergänzt. Dazu sollte man Futter aus frischem Fleisch kochen. Geflügel und Ring gehört unbedingt auf den Speiseplan, Teile von Schenkel oder Hüfte sind besonders schmackhaft. Puten-, Hühner- und Rinderherz sollten häufig auf dem Speisezettel stehen, denn dieses Muskelfleisch ist reich an Protein und Fett. Ergänzt werden kann mit Reis oder Kartoffeln, Möhren und Paprika dürfen in kleinen Mengen zugegeben werden. Zusätzliches Eiweiß wird durch gekochte Eier, durch Joghurt oder Quark geliefert, und sogar Pflanzenöl ist für das Tier verträglich und gesund.

Unnötig und gefährlich: Auf diese Dinge sollte man verzichten!

Damit es beim Katzenfutter selber kochen nicht zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommt, sollten einige Dinge in der Nahrung nicht enthalten sein. Dazu gehören Speisen mit Salz oder Gewürzen. Auf geräucherten Fisch oder Fleisch sollte man verzichten. Hülsenfrüchte und Kuhmilch sind für den empfindlichen Organismus nur schwer zu verwerten, sie können Verdauungsprobleme auslösen. Zwiebeln müssen unbedingt vom Speiseplan gestrichen werden, sie können Vergiftungserscheinungen verursachen. Süßigkeiten, Speisen mit Alkohol, Schokolade sollten ebenso wie rohes Schweinefleisch unbedingt vermieden werden, wenn man hochwertiges Katzenfutter selber machen will.

Ein Rezept, viel Abwechslung: Dieses Futter gelingt immer.

Verschiedene Zutaten um gesundes Katzenfutter selber zu machen.

© Alexander Raths / fotolia

Auch Anfänger können Katzenfutter selber machen. Ein gut verwertbares Rezept besteht darin, rohes Rinder-, Lamm- oder Geflügelherz als Basis zu verwenden. Fett sollte man entfernen, Leber sollte wegen der abführenden Wirkung nur in kleinen Mengen gegeben werden. Das Fleisch ergänzt man wahlweise mit einem Teil Reis, mit Hafer- oder Getreideflocken oder mit Maisgries.

Abgerundet wird das Ganze durch etwas Gemüse, zum Beispiel aus Karotten, Brokkoli, Spargel oder Spinat. Weichgegart mit etwas Butter und frischer Petersilie ist das selbst gemachte Futter für den Vierbeiner gut verträglich. Wenn es mit dem Garwasser vermischt wird, kann die gewünschte Konsistenz leicht hergestellt werden. Das Futter kann eingefroren werden und ist damit länger haltbar. Das Frischfleisch muss nicht roh gegeben werden, es kann als Alternative mitgekocht werden.

Mit diesem Grundrezept ist viel Abwechslung auf dem Speiseplan garantiert, denn es kann nach Wunsch und Geschmack in der Zusammensetzung verändert werden. So hat man beim Katzenfutter selber kochen genügend Auswahl, die auf die Vorlieben des Tieres abgestimmt werden kann.

Auf den ersten Blick mag es aufwendig erscheinen, hochwertiges Katzenfutter selbst herzustellen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

-Verwendung von frischen Zutaten
-Abstimmung auf den Geschmack und Verträglichkeit
-Bekanntes Inhaltsstoffe

Den Vorzügen stehen natürlich auch Nachteile gegenüber:

-Einkaufen und kochen kostet Zeit
-Längere Eingewöhnungsphase

Ob man dauerhaft Katzenfutter selbst kochen möchte, muss man abhängig machen von dem Zeitbedarf. Selbst gekochtes Futter kann für das Tier aber eine schmackhafte Abwechslung zu Dosen- und Hartfutter sein.

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